Nur wenige Safari-Ziele bieten ein ähnliches Erlebnis wie der Ngorongoro-Krater. Es gibt größere und wildere Parks, aber wenn du einige der einfachsten und lohnendsten Möglichkeiten zur Tierbeobachtung in Ostafrika suchst, wirst du eine Reise zum Ngorongoro-Krater nicht bereuen.
Der Ngorongoro ist ein ideales Reiseziel für Safari-Neulinge, Familien und Selbstfahrer und von Arusha aus leicht zu erreichen. Die uralte vulkanische Caldera des Kraters soll rund 30.000 Tiere beherbergen. Raubtiere gibt es reichlich, und es ist keine Seltenheit, die Big 5 an einem einzigen Tag zu sehen.
Du planst, während deiner Tansania-Reise das Ngorongoro-Schutzgebiet zu besuchen? Dann ist dieser Artikel genau das Richtige für dich!
Kann ich den Ngorongoro-Krater auf einer Selbstfahrer-Safari erkunden?
Der Ngorongoro-Krater ist ein sehr leicht zugängliches und gut geeignetes Ziel für eine Selbstfahrer-Safari in Tansania. Die Safari-Pisten am Kraterboden sind gut instand gehalten und ausgeschildert. Im Ngorongoro kannst du dich praktisch nicht verirren. Trotzdem schreiben die Behörden vor, dass alle Selbstfahrer im Krater von einem Parkranger begleitet werden müssen. Das lässt sich bei der Ankunft am Eingang organisieren. Die Gebühr beträgt 40 USD und kann nur bar bezahlt werden. Bitte beachte, dass der Ranger unser Fahrzeug nicht fahren darf. Er begleitet dich lediglich als Guide auf deiner Safari im Krater. Wenn du nur durch das Ngorongoro-Schutzgebiet fährst und nicht in den Krater hinunterfährst, brauchst du keinen Ranger.
Genehmigungen und Eintrittsgebühren für den Ngorongoro
Bitte beachte: Die Genehmigungen für das NCA und den Krater können nicht am Eingang beantragt oder bezahlt werden. Sie müssen von einem Reiseveranstalter ausgestellt werden. Roadtrip Africa unterstützt dich gerne bei der Organisation deiner NCA-Reservierung. Bei der Anmietung deines Autos kannst du diese Option in unserem Buchungsformular auswählen. Wenn du bei uns eine Tour mit fester Route und inkludierten Unterkünften buchst, wird die Reservierung automatisch für dich erledigt.
Die Eingänge sind von 6 bis 18 Uhr geöffnet. Ein halber bis ganzer Tag reicht aus, um die wichtigsten Pisten im Krater abzufahren.
Eine übersichtliche Zusammenfassung der Eintrittsgebühren für den Ngorongoro, die Serengeti und andere Nationalparks in Tansania findest du auf unserer Seite Nationalparkgebühren und Genehmigungen in Tansania.
Anreise zum Ngorongoro-Krater
Für eine reibungslose Reise ist es wichtig, die Fahrzeiten zum Ngorongoro und weiter zur Serengeti einzuplanen. Hier die einzelnen Etappen:
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Arusha nach Karatu (letzte Stadt für Einkäufe), 140 km, etwa 3 Stunden auf einer gut ausgebauten Asphaltstraße
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Karatu zum Loduare-Eingang (Eingang zum Ngorongoro-Schutzgebiet), 15 km, etwa 30 Minuten
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Loduare-Eingang zum Eingang des Ngorongoro-Kraters, 15 km, etwa 1 Stunde
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Eingang des Ngorongoro-Kraters zum Naabi-Hill-Eingang (Eingang zur Serengeti), 85 km, etwa 2 bis 3 Stunden
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Naabi-Hill-Eingang nach Seronera (zentraler Teil der Serengeti), 60 km, etwa 1 Stunde
In der Hochsaison (Juli bis September und Dezember bis Januar) musst du an den Parkeingängen mit Warteschlangen rechnen. Die Einfahrt durch den Eingang zum Ngorongoro-Krater kann bis zu 30 Minuten dauern, am Serengeti-Eingang kommen weitere 30 Minuten hinzu.
Entfernung vom Ngorongoro zum Serengeti-Nationalpark
Deine Übernachtungsgenehmigung für das NCA ist 24 Stunden gültig, ein Tagespass 12 Stunden. Innerhalb dieses Zeitraums kannst du den Ngorongoro-Krater besuchen und weiter in die Serengeti weiterfahren, musst die Zeit aber gut einteilen. Die Fahrt vom Ngorongoro-Krater nach Central Serengeti (Seronera) dauert 3 bis 4 Stunden. In Seronera kommt noch die Fahrt zu deiner Unterkunft hinzu. Je nachdem, wo du in der Serengeti übernachtest, kann sie zwischen 10 Minuten und 2 Stunden dauern. Die Eingänge schließen um 18 Uhr, und das Fahren im Dunkeln ist nicht erlaubt. Wenn du also weiter in die Serengeti fährst, empfehlen wir dir, zumindest für die erste Nacht eine Unterkunft im Bereich Seronera zu buchen und deine Zeit wie folgt zu planen:
Wenn du aus Richtung Karatu kommst, solltest du früh am Morgen (gegen 6 Uhr) in das NCA hineinfahren und es am frühen Nachmittag wieder verlassen.
Wenn du im NCA übernachtest, fährst du am späten Vormittag in den Ngorongoro, gehst den restlichen Nachmittag auf Safari, übernachtest dort und fährst am nächsten Morgen früh weiter in die Serengeti.
Wenn du eine Tour mit festgelegter Route und inkludierten Unterkünften buchst, kannst du dich entspannt zurücklehnen. Wir kümmern uns um die Planung. Weitere Routentipps und Karten für Reisen durch Tansania findest du auf unserer Seite mit Reiseverläufen.
Die beste Reisezeit für den Ngorongoro
Die Tiere des Ngorongoro leben das ganze Jahr über im Krater. Bei der Wahl der besten Safari-Zeit geht es daher weniger darum, die Tierbeobachtungen zu maximieren, sondern vielmehr darum, wie viele Menschen und Fahrzeuge du dabei um dich haben möchtest.
Unserer Meinung nach sind April und Mai die besten Monate für einen Besuch des Ngorongoro-Kraters in Tansania. Ja, genau, das ist die Regenzeit. Zu dieser Jahreszeit sind deutlich weniger Besucher unterwegs, und der Krater ist üppig grün, ganz anders als die staubige Landschaft der Trockenzeit in den übrigen Monaten.
Reist du von Juli bis September (Hochsaison) oder von Dezember bis Februar (Kalbungszeit)? Dann musst du mit vielen Besuchern und langen Schlangen von Fahrzeugen vor dem Ngorongoro-Krater rechnen. Zu dieser Zeit kann es unten in der Caldera sehr voll werden, was das eigentliche Wildniserlebnis beeinträchtigt.
Campingplätze und Lodges im Ngorongoro
Karatu ist der Ausgangspunkt für das Ngorongoro-Schutzgebiet und eignet sich hervorragend als Basis für deinen Besuch im NCA und im Ngorongoro-Krater. In Karatu gibt es zahlreiche Unterkünfte, von preisgünstig bis luxuriös.
Wenn du innerhalb des NCA übernachten möchtest, ist Selbstcamping auf dem Simba Public Campsite A am Kraterrand die günstigste Option. Weitere Informationen zum Camping in Tansania findest du in unserem Camping-Guide.
Die besten Lodges im Ngorongoro
Die günstigste Lodge am Kraterrand ist die Rhino Lodge, allerdings hast du von dort keinen Ausblick. Alle anderen Lodges im NCA sind wunderschön, aber auch ziemlich teuer. Unsere bevorzugte Wahl ist hier die Pakulala Safari Lodge.
Das Ngorongoro-Schutzgebiet abseits der Menschenmassen erkunden
Neben dem weltberühmten Ngorongoro-Krater bieten die Hochlandregionen des Schutzgebiets tolle Möglichkeiten, deine Selbstfahrer-Safari zu unterbrechen und dir die Beine zu vertreten. Bleib also ruhig ein paar Tage länger, entgeh den Menschenmassen und erkunde auch weniger bekannte Orte abseits der üblichen Wege.
Hier stellen wir dir einige weniger bekannte Sehenswürdigkeiten im Ngorongoro-Schutzgebiet vor:
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Empakaai-Krater: Der beeindruckende, aber relativ unbekannte Empakaai-Krater liegt etwa 40 km nordöstlich des Ngorongoro-Kraters. Schon bei deiner Ankunft erwarten dich herrliche Ausblicke auf den Empakaai-Krater und ein Blick auf den Oldoinyo Lengai, den aktivsten Vulkan Tansanias. Durch dichten Bergwald führt ein 45-minütiger Abstieg in den Krater. Unten am Kraterboden kannst du rund um den See hervorragend Vögel beobachten und mit etwas Glück Flamingos sowie Großwild wie Büffel, Hyänen und Elefanten sehen.
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Olduvai-Schlucht: Wenn du dich für die Frühgeschichte interessierst, solltest du die Olduvai-Schlucht (auch Oldupai genannt) besuchen. Sie zählt zu den bedeutendsten paläoanthropologischen Fundstätten der Welt und beherbergt ein kleines Museum. Bekannt ist sie für frühe Homininen-Fossilien, Steinwerkzeuge sowie Fossilien von Pflanzen und Säugetieren. In Laetoli wurden in 3,7 Millionen Jahre altem Sedimentgestein Fußabdrücke unserer Vorfahren gefunden. Etwa 30 Autominuten von Olduvai entfernt erwartet dich ein ungewöhnliches Naturphänomen: eine wandernde Düne. Sie besteht aus feiner Vulkanasche, die aufgrund ihres hohen Eisengehalts stark magnetisch ist. Dadurch bleibt die Düne zusammen und bewegt sich langsam als eine Einheit durch die Landschaft.
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Gol Mountains: Die Gol Mountains, deren Name „Berge Gottes“ bedeutet, bieten eine surreal anmutende Wildnis. Schroffe rosafarbene Klippen säumen den Angata-Kiti-Pass, der bei der jährlichen Great Migration Hunderttausenden Gnus und Zebras als Engstelle dient. Dies ist eine der traditionellsten Regionen Tansanias und die Heimat der Maasai. Sie töten noch immer Löwen als Übergangsritual auf dem Weg zum Krieger und leben größtenteils außerhalb der Geldwirtschaft. Erwarte von einer „Kultur-Tour“ zu den Maasai keine authentische Erfahrung. Wir empfehlen stattdessen eine geführte Wandersafari mit einem lokalen Guide, bei der du mehr über die Kultur der Maasai und diesen spirituellen Ort erfährst.
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